Jungweine 2021. Der Jahrgang mit dem goldenen Herbst

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Nach einem verspäteten Austrieb in Folge eines unterkühlten Frühlings freuten sich die steirischen Weinbauern über eine zwar etwas spätere aber perfekte Rebblüte bei besten Bedingungen. Dieser Umstand bildete den Grundstein und der goldene Herbst war dann die Zugabe für den fünften Top Weinjahrgang in Serie.

Zum Witterungsverlauf im Detail
Die Wintermonate bis März zeigten sich eher trocken und ohne längere Frostperioden. Im Februar war es zeitweise überdurchschnittlich warm, so konnten einige Stationsrekorde gebrochen werden, wie z.B: +23° am 13.2. in Köflach. Schnee gab es heuer nur vereinzelt in den Weinbergen, wobei die Mengen meist gering waren.

An der Wetterstation in Bad Gleichenberg wurden bis zum 16. Mai nur 147 mm Niederschlag gemessen, das bedeutet im langjährigen Durchschnitt ein Minus von etwa 85 mm. Durch das kühle Frühjahr verzögerten sich die Entwicklung in den Weingärten und dadurch der Austrieb sehr stark, sodass die Frostnächte zwischen dem 8. und 16. April keine Schäden in den steirischen Weingärten verursachten. Der nicht stattgefundene Austrieb der Reben erwies sich hier als Vorteil. Erst gegen Ende April begann der Austrieb, der sehr gleichmäßig verlief. Mitte Mai wurde dann bei den meisten Sorten das 3-Blatt Stadium erreicht, der Entwicklungsrückstand belief sich zu diesem Zeitpunkt auf etwa 14 Tage. Insgesamt war der Mai 2021 einer der 20 sonnenärmsten Maimonate der letzten 100 Jahre, allerdings konnte das Niederschlagsdefizit nahezu aufgeholt werden, sodass den Reben genügend Wasser für die weitere Entwicklung zur Verfügung stand.

Gänzlich anders verlief der Sommer. Hohe Temperaturen und ausreichend Feuchtigkeit ließen das Wachstum in den Weingärten im Juni nahezu explodieren. Die Blüte setzte zwar mit etwas Verspätung um dem 15. Juni ein, verlief aber rekordverdächtig rasch. Außerdem war der Monat Juni einer der zehn wärmsten Monate der 254-jährigen Messgeschichte. Auch der Juli 2021 präsentierte sich ähnlich (3. wärmster Juli der 254-jährigen Messgeschichte). Durch teils kräftige Gewitter wurden in den Sommermonaten lokal sehr große Regenmengen, aber größtenteils ohne den gefürchteten Hagel verzeichnet.

Der September verlief meist trocken und sehr warm, der Entwicklungsrückstand vom Frühjahr holte dann der goldene Herbst auf. Viele Betriebe waren überrascht, wie zügig die Reife im September voranschritt. Daher konnte etwa zum gleichen Zeitpunkt wie im Vorjahr mit der Lese ab Mitte September begonnen werden. Die intensive Lesezeit wurde von einem „Bilderbuch-Wetter“ begleitet, wobei sehr gesunde und reife Trauben geerntet wurden.

Wir sind nun sehr dankbar über einen weiteren Top-Jahrgang für die Steiermark. Den Beweis dafür treten wir gleich mit dem Vorboten des neuen Jahrgangs – dem Steirischen Junker 2021 ab dem 25. Oktober an - erhältlich direkt beim Winzer, beim Junkerwirt oder im Handel. Die gemeinsame Präsentation am 10.November in der Stadthalle Graz bietet wieder einen feinen Rahmen viele Junker an einem Ort zu verkosten.

Die ersten Vorboten des Jahrgangs 2021 präsentieren sich als etwas reifer, sehr elegant, enorm fruchtig und in einzelnen Weinen bereits mit Fülle am Gaumen. Die teilweise etwas höhere Säure ist optimal eingebunden und bringt die notwendige Frische und Lebendigkeit, welche die Konsumenten vom Steirischen Junker erwarten.

Den Steirischen Junker, viele Jungweine weiterer steirischer Weinbauern und Jungweine aus ganz Österreich gibt es in der Schladminger Vinothek am Hauptplatz zu verkosten, zu genießen und zu kaufen.