Schladminger Flutlichtspektakel problemlos abgelaufen

Die Fernsehbilder, die aus Schladming beim diesjährigen Nightrace am 26. Jänner 2021 um die Welt gingen, hätten schöner nicht sein können. Perfekte Abläufe, eine pickelharte Piste, dichter Schneefall, keine Pannen – da kann man nur zufrieden sein, wenngleich das sonst in Massen anwesende Publikum fehlte. Der bunte Weltcuptross erlebte die übliche Gastfreundschaft, Sportler, Betreuer und Presseleute fanden optimale Bedingungen wie immer vor.

Und es gab einen großen Sieger: Marco Schwarz vollzog die Entwicklung vom Podest- zum Siegfahrer. Das dort, wo er die Ski-Handelsschule – jetzt Ski Akademie Schladming besuchte und sein Weg eigentlich angefangen hat. Er sprach von vielen schönen Erinnerungen. Natürlich wäre es auch für ihn noch um einiges cooler gewesen, wenn 40.000 Zuschauer am Pistenrand gestanden wären und ihn lautstark ins Ziel geschrien hätten. Auf den Plätzen folgten die französischen Slalomartisten Clement Noel und Alexis Pinturault. Bitter war es für die Österreicher Manuel Feller und Michael Matt, die beide im zweiten Durchgang ausgeschieden sind.

Ein Bravo den Veranstaltern, wenngleich bei WSV-Obmann Mag. Hans Grogl auch ein bißchen Wehmut durchklang, fehlen doch die Einnahmen aus dem Rennen, mit dem in erster Linie der Skinachwuchs gefördert wird. Beim 24. Nightrace bleibt damit unterm Strich ein riesengroßer Wermutstropfen. Und das nicht nur für den Sport, sondern auch die Wirtschaft. Der Direktumsatz beim Rennen beträgt normalerweise bis zu 15 Millionen Euro – heuer steht hier mehr oder weniger eine Null. Es fehlen die Nächtigungen und damit auch die Einnahmen bei den Hotels, Gaststätten, Cafes und sonstigen Anbietern während eines solchen Rennens. Stark waren einmal mehr die TV-Quoten mit bis zu 1,731 Millionen Skifans, die im Fernsehen den Triumpf von Marco Schwarz mitverfolgten.