Riesenbärenklau – Herkulesstaude - Vorsicht-sehr giftig

Bärenklau giftig

Ein gefährlicher Neophyt ist der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt.
Ursprünglich war diese bis zu 5 Meter hohe Pflanze im West-Kaukasus auf über 2300 Meter
Seehöhe beheimatet. Hier ist sie Extremtemperaturen (Winter mit bis zu -50° und
Sommer bis +30°) ausgesetzt. Nach Europa kam sie als Staatsgeschenk. Zar
Nikolaus überreichte Fürst Metternich eine Amphore mit Samen.



Im Jahr der Keimung bildet sich eine Rosette. Im Folgejahr entwickelt sich der
Riesenbärenklau zu einer bis zu 5 Meter hohen Pflanze und fängt an zu blühen.
Dabei bildet er auf einer einzigen Blütendolde bis zu 80 000 Samenpaare aus. Danach
stirbt die Mutterpflanze. Lässt man sie nicht blühen, lebt sie weiter. Die Herkulesstaude
hybridisiert leider mit heimischen Bärenklauarten. Über die Hybriden liegen
noch keine Studien vor.

Bärenklau Staude

Alle Pflanzenteile enthalten im Pflanzensaft das Furocumarin Bergapten und das Lacton Imperatorin mit stark phototoxischen
Eigenschaften. Das heißt, Hautkontakt führt in Verbindung mit Sonnenlicht
(UV-Strahlung) zu schweren Verbrennungen und zu photomutagenen Hautreaktionen
(Haut- und Pigmentkrebs). Der Giftgehalt schwankt im Jahresverlauf und hat sein
Maximum im April / Mai. Da die Verbrennungen, die dem dritten Grad ähneln, erst
24 – 48 Stunden nach dem Kontakt auftreten, werden sie oft nicht mehr mit der
Pflanze in Verbindung gebracht. Augenkontakt mit dem Pflanzensaft kann zur
Erblindung führen.

Neue Erkenntnisse ergaben, dass die Dämpfe, die der Riesen-Bärenklau
absondert, zu Bronchialasthma führen kann. Auch Krebs kann dadurch ausgelöst
werden.

Doch nicht nur für den Menschen ist die Herkulesstaude gefährlich.
Auch Hunde, Haustiere und Wildtiere können arge Verletzungen davontragen.

Zur Entfernung der Pflanzen ist auf jeden Fall dementsprechende Schutzkleidung und Atemmaske zu
tragen!!!