Advent – die stillste Zeit im Jahr

advent und Ski

Advent (lateinisch adventus „Ankunft“), eigentlich Adventus Domini (lat. Für Ankunft des Herrn bezeichnet die Zeitspanne, in der die Christenheit sich auf das Fest der Geburt Jesu vorbereitet. Die Römer nannten den ersten Besuch eines Herrschers oder die Thronbesteigung des Kaisers „adventus“

Bräuche in der Adventszeit
Adventkalender
Seine Ursprünge reichen ins 19. Jahrhundert zurück, er galt zunächst als Zählhilfe. Um 1900 kamen die ersten gedruckten Exemplare auf den Markt. Die Schokolade hinter den 24 Türchen gab es erst ab 1960. Heute werden auch gerne die Fenster von Gebäuden in einen Adventkalender verwandelt.

Adventkranz
Die Idee eines evangelischen Sozialpädagogen in Hamburg im Jahr 1839, seine schwer erziehbaren Jugendlichen durch einen Kerzenkranz auf das Fest vorzubereiten, brauchte ihre Zeit vom Norden in den Süden und war ursprünglich von der Kirche gar nicht so gelitten. Dabei könnte es keine innigere Symbolkraft geben: Der runde Kranz für die Ewigkeit Gottes, das grüne Reisig für Leben in der scheinbar toten Winterzeit und die brennenden Kerzen für Christus als das Licht der Welt.

Barbarazweige
Nach altem Brauch werden am 4. Dezember, Gedenktag der heiligen Barbara, Zweige von Kirschbäumen in der waren Stube eingefrischt. Erblühen sie bis zur Heiligen Nacht, kann das je nach Region unterschiedliche Bedeutung haben, von der guten Lernte bis zur Erfüllung des Heiratswunsches.

Raunächste
Mit der Thomasnacht vom 20. Auf den 21. Dezember (gleichzeitig Wintersonnenwende und längste Nacht des Jahres) beginnen die zwölf magischen Raunächte, die ein Band vom Hier und Jetzt in eine jenseitige Welt knüpfen, die Wiederkehr der Seelen und Geistererscheinungen eingeschlossen. Am Abend werden mit Weihrauch, anderen Harzen und getrockneten Kräutern das Haus oder die Wohnung, in ländlichen Gebieten auch die Wirtschaftsgebäude und Stallungen geräuchert. Das soll Schutz vor bösen Geistern und Reinigung bringen. Auch Orakelspiele waren einst üblich.

Anglöckeln
Der Brauch, auch Anklöckeln (kommt von Klopfen), ist im Alpenraum weit verbreitet. Kinder und Jugendliche gehen als Hirten verkleidet die drei Donnerstage vor Weihnachten von Haus zu Haus. Sie singen Adventlieder, wünschen Glück und Segen und verkünden die Geburt Jesu. Zum Dank für ihre Darbietung werden die jungen Sänger mit Getränken und typischen Advent-Naschereien bewirtet. Belege für dieses vorweihnachtliche Ritual gehen bis ins 16. Jahrhundert zurück.

Nikolaus und Begleiter
Zwischen 5. Und 6. Dezember besucht der heilige Nikolaus mit seinem wilden Begleiter, dem Krampus, die Häuser. Kinder, die brav und artig waren, können mit Geschenken rechnen. Die weniger Braven knöpfte sich früher gerne der schwarze Geselle vor. Heute wird er allerdings nicht mehr überall eingelassen. Wie sich überhaupt die Geschichten zu vermischen beginnen. An die Stelle einstiger Nikolo- und Krampusumzüge treten immer öfter Perchtenläufe. Die zotteligen Gestalten der Perchten verkörperten früher Naturbedrohungen und traten in der Raunachtzeit auf.

Rorate
Die einst täglich abgehaltenen adventlichen Morgenmessen sind wieder gefragt. Mit Rorate werden im katholischen Festjahr Messen bezeichnet, die mit dem Eröffnungsvers Rorate caeli desuper (Tauet, Himmel, von oben) beginnen und deren Besonderheit in der atmosphärischen Gestaltung liegt. Die Menschen ziehen mit brennenden Kerzen und Laternen in die Kirche ein.

Frauentragen
Im Spätmittelalter waren Krippenspiele sehr verbreitet. Daraus hat sich die Herbergssuche als eigene Spielszene entwickelt. Der Brauch, eine Marienstatue jeden Abend von einer Familie zur anderen zu tragen, um für eine Nacht „Herberge“ zu finden, ist vielerorts noch – oder wieder – lebendig. Das Frauentragen soll an die Herbergssuche von Maria und Josef erinnern. Traditionell beginnt man neun Tage vor Weihnachten, in manchen Gebieten wird auch die gesamte Adventzeit genutzt.

Perchten
Der 5. Jänner ist der Perchtenabend. Die gute Percht zieht noch vereinzelt von Haus zu Haus. Sie darf dabei nicht sprechen und kehrt mit einem kleinen Besen die Stube aus. Ihr Gesicht ist mit einem Tuch verhüllt, früher wurden von den weiblichen Perchten die eigenen Haare nach vorne gekämmt.

Steirisches Pistengütesiegel für Planai, Hochwurzen, Dachstein und Galsterberg

1 Pistengütesiegel (c) Helmut Lunghammer

Foto: Planai-GF Georg Bliem und sein Team durften die Auszeichnung mit Freude entgegen nehmen (oben v.l.: Aufsichtsratsvorsitzender Hofrat Dr. Hellmuth Schnabl, Bürgermeisterin Schladming Elisabeth Krammel, Galsterberg-GF Peter Weichbold, Josef Zörweg, Bürgermeister Michaelerberg-Pruggern Huber Hannes, Bernhard Schupfer, Planai-GF Georg Bliem; unten v.l.: Alexander Seebacher, Hannes Resch, Thomas Pitzer, Wolfgang Perhab, Martin Perhab)
Bildkennung: © Helmut Lunghammer

Am Mittwoch, den 13. November wurde im St. Veiter Schlössl in Graz der "Oscar" der steirischen Seilbahnen verliehen – das Pistengütesiegel. Von den neun ausgezeichneten Skibergen dürfen ab sofort auch vier Berge der Planai-Gruppe für die kommenden 3 Jahre das Pistengütesiegel tragen: Planai, Hochwurzen, Dachstein und Galsterberg.
„Ein äußerst erfreulicher Tag für das gesamte Team der Planai-Hochwurzen-Bahnen“, so Dir. Georg Bliem, der heute gemeinsam mit seinen Betriebsleitern und Pistenchefs die Auszeichnung entgegen genommen hat.

Die Kriterien für das Pisten-Gütesiegel umfassen insbesondere Maßnahmen, die die Sicherheit für die Skifahrer erhöhen. So müssen die ausgezeichneten Skigebiete besonders hohe Sicherheitsstandards erfüllen. Es wird sehr großer Wert auf die Beseitigung von Hindernissen, auf Absperrungen sowie Warnhinweise gelegt. Zu- und Abgänge der Lifte müssen außerdem so angelegt sein, dass Behinderungen und Gefährdungen ausgeschlossen werden. Das Gütesiegel steht für höchste Sicherheit und Qualität im Wintersport.

Am Kulm wird wieder „geflogen"

Kulm Skifliegen

Schanze frei! Monatelang war nach dem Rücktritt von Hubert Neuper um die Fortsetzung des Skiflug-Weltcups am Kulm in Bad Mitterndorf gezittrt worden. Jetzt gibt’s großes Aufatmen. Am Kulm wird vom 14. Bis 16. Februar 2020 wieder geflogen. Ein neues Team hat neue Pläne.
Sportdirektor Jürgen Winkler und sein Team bringen die Schanze wieder auf Vordermann einerseits und andererseits wird nach dem Rückzug von Hupo Neuper alles rund um das große steirische Skiflug-Event neu aufgezogen.
Das OK-Team, angeführt von Ex-Speedski-Fahrer Christoph Prüller gibt Gas und hat große Ziele. So wurde ein 10-Jahres-Plan entwickelt, soll in weiterer Folge das Springerdorf modernisiert werden und ein neues Verkehrskonzept entstehen. Sogar an ein aufgeschüttetes Naturstadion für die Fans wird gedacht. Das OK hat grünes Licht vom ÖSV für das Konzept erhalten. Man will, dass sich die Bürger mit dem Event identifizieren.

Der junge Österreicher hat wieder Saison

Weinrebe
Stolz wie frischgebackene Eltern präsentieren Österreichs Winzer ihre Jungweine 2019. In den nächsten Wochen locken rund 700.000 Flaschen „Junger Österreicher“ Weinfreunde wieder zum unbeschwerten Genuss.
Frischfruchtig, geprägt von sortentypischen Primäraromen und mit harmonischer Säurestruktur – so kommen Jungweine aus Österreich daher. Dieses Jahr ist die Ausgangslage für Weine hoher Qualität besonders gut: Die Weingärten blieben im Frühling von Frost verschont und konnten in einem trockenen und warmen Sommer sehr gesundes und hocharomatisches Traubenmaterial hervorbringen.

Als Ausgangsmaterial für österreichischen Jungwein dienen meist frühreifende Rebsorten von bester Qualität wie zum Beispiel Müller-Thurgau, Bouvier, Frühroter Veltliner, Neuburger oder – in der Rotwein-Fraktion – Blauer Portugieser. Zwar reifen Grüner Veltliner, Welschriesling, Sauvignon Blanc oder Zweigelt etwas später, eignen sich jedoch genauso zur Herstellung animierender „Junger“. Um sie im optimalen Stadium trinken zu können, sollten die Weine nicht zu lange gelagert werden, sonst gehen ihre feinen Aromen verloren. Eine kleine Eselsbrücke kann da helfen: Den Fasching feiert man noch mit den „Jungen“, danach wird es Zeit für Reiferes.

Leicht zu haben
Die Dachmarke „Junger Österreicher“ wurde 1995 von der Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM) ins Leben gerufen und weist seitdem Jungweinfreunden zielsicher den Weg zu hochwertigen Weinen. Denn „JÖ“, so die liebevolle Kurzform, darf sich nur nennen, wer die Prüfung zum Qualitätswein bestanden hat. Bereits ab 3 Euro pro Flasche bietet er somit ein unschlagbares Preis-Genuss-Verhältnis. Während die Weinlese in den Gebieten noch voranschreitet, haben zahlreiche Winzer ihre „Jungen Österreicher“ bereits im Angebot, in den nächsten Wochen füllen die Flaschen mit dem bekannten grün-blau-gelben Logo auch die Supermarktregale. Generell heißt es schnell sein, denn als saisonale Spezialität ist der „JÖ“ nur kurze Zeit erhältlich.

Jungweinspezialitäten verkosten
Gerade jetzt im Herbst lädt eine Vielzahl von Veranstaltungen – von Jahrgangspräsentationen bis zu Weinwanderungen – dazu ein, in der einzigartigen Atmosphäre der heimischen Weinbaugebiete den Wein an seinem Ursprung zu entdecken. Dort bietet sich auch die Gelegenheit, regionale Jungweinspezialitäten zu verkosten: Sei es der „Steirische Junker“, der „Primus Carnuntum“, der „Junge Wiener“, der „Junge Hiata“ aus der Thermenregion oder der burgenländische „Primus Pannonikus“. Egal welchen Namen sie auch tragen – beschwingter, unkomplizierter Trinkgenuss ist garantiert!

2019er-Weine von sehr guter Qualität
Bevorzugte Rebsorten für Jungwein:
Frühreifend (z. B. Müller-Thurgau, Bouvier, Frühroter Veltliner, Blauer Portugieser)Später reifend (z. B. Grüner Veltliner, Welschriesling, Zweigelt)
Auswahl regionaler Jungweinmarken:
Steirischer Junker, Primus Carnuntum, Junger Wiener, Junger Hiata (Thermenregion), Primus Pannonikus (Burgenland)

Weinfinder Werbung

"Von Wurzeln und Wipfeln": Salzburger Bauernherbst 2019

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Von 31. August bis 3. November begeistert der Salzburger Bauernherbst seine Besucher für bäuerliches Brauchtum und regionale Kulinarik. Brauchtum und Traditionen sind bei Einheimischen und Gästen gefragt wie nie. Die Organisatoren rechnen daher auch im 24. Bauernherbst-Jahr mit großem Zuspruch der Besucher. Am 31. August eröffnet Saalfelden mit einem großen Fest. 1996 als kleine Veranstaltungsreihe im Salzburger Flachgau gestartet, sind heute 72 Orte im ganzen SalzburgerLand mit dabei. Als „fünfte Jahreszeit“ ist er für Gäste wie Einheimische gleichermaßen ein
Pflichttermin.

Trotz – oder wohl gerade aufgrund von Globalisierung und Digitalisierung hat die Bedeutung von Brauchtum und Tradition in den vergangenen Jahren spürbar zugenommen. Eine Studie des IMAS-Instituts besagt, dass fast neun von zehn Österreicherinnen und Österreichern die Wahrung und Pflege der heimischen Bräuche für wichtig hält. Und auch bei den Gästen kommt das Thema gut an – besonders im Herbst: „Bereits rund 20 Prozent besuchen während ihres Urlaubs im SalzburgerLand eine Brauchtumsveranstaltung“.

Auch im 24. Bauernherbst-Jahr rechnen die Organisatoren daher wieder mit ungebrochenem Interesse der Besucher an den zahlreichen Veranstaltungen und Festen. Viele davon greifen das diesjährige Motto „Von Wurzeln und Wipfeln“ auf, mit dem die SLTG die erfolgreich gestartete Sommerkampagne rund um den Natur- und Lebensraum Wald auch in den Herbst verlängert.  Weitere Veranstaltungs-Höhepunkte im diesjährigen Bauernherbst sind das Hochkönig HolzArt (15. September), der Bauernherbst-Kirchtag mit Almabtrieb in Wagrain (21. September) oder das Geniale Holzfest in Kuchl (5./6. Oktober). Den Wald in den Mittelpunkt stellen auch geführte Wanderungen wie Auf den Spuren der Holzknechte in Rauris (9. September) oder der Kraft der Bäume Wandertag in Wagrain (27. September). In Altenmarkt-Zauchensee kann man sich sogar Mit dem Jäger auf die Pirsch legen (5. und 12. September).

„Regionale Kulinarik macht Bauernherbst authentisch“
Neben dem gemeinsamen Feiern und der bäuerlichen Kultur ist das Verkosten regionaler Speisen und Produkte die dritte „Säule“ des Salzburger Bauernherbst. „Der Bauernherbst ist dort am
authentischsten, wo heimische Lebensmittel auf den Tisch kommen“, bringt es Roswitha Prodinger, Bezirksbäuerin aus dem Salzburger Lungau, auf den Punkt. Mit ihrer Initiative Lungauer Kochwerk nimmt sie sich des Themas an und organisiert Veranstaltungen und Kochkurse, die das kulinarische Erbe ihrer Region aufrechterhalten und im besten Sinne neu interpretieren. „Kulinarik hat viel Potential für ein funktionierendes regionales Netzwerk, für den wertschätzenden Umgang
untereinander und mit unseren regionalen Lebensmitteln“, so Prodinger.

Lokale Produkte werden sichtbar
Eine kürzlich vom Land Salzburg in Zusammenarbeit mit der SLTG und dem Salzburger Agrar Marketing gestartete Initiative unterstützt das Ziel, mehr lokale Qualitätsprodukte und Spezialitäten auf die Speisekarten zu bringen bzw. noch mehr Landwirte zur kreativen Veredelung ihrer Produkte zu motivieren: Mit dem SalzburgerLand Herkunfts-Zertifikat gibt es jetzt eine klare Auszeichnung von
Produkten, die zur Gänze aus dem SalzburgerLand stammen.  Oftmals kann man im Salzburger Bauernherbst direkt am Hof in das Leben der Bäuerinnen und Bauern eintauchen. So wie am Mandlberggut in Radstadt, wo die junge Bäuerin Katharina Warter gemeinsam mit ihren
Gästen in die umliegenden Wälder geht und dort Kräuter, Pflanzen und Früchte von den Bäumen sammelt, um sie danach zu natürlichen, gesunden Produkten zu verarbeiten.

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