Weinjahr 2016

Wein Steirische Landschaft

In der Steiermark kam es zu den größten Mengeneinbußen. Das, was geerntet wurde, ist dafür exzellent. Foto; falstaff/Wein/Jahrgangsprognose

Das Weinjahr 2016 wird vielen Winzern lange in Erinnerung bleiben. Haggel und Frost haben den Weingärten enorm zugesetzt. Die Schreckensmeldungen hörten 2016 gar nicht mehr auf. Hat sich dies auch auf die Qualität ausgewirkt? Das Weinjournal „falstaff“ ist der Sache nachgegangen und hat mit Topwinzern gesprochen.


Kurzum: 2016 ist ein komplexes und zugleich sehr spannendes Jahr, für Winzer und Konsumenten in gleichem Maße. In Niederösterreich und Wien ist es mal gut gegangen. Im Carnuntum gibt es 25 – 30 % weniger Menge, die Qualität ist sehr gut. Im Kamptal und Kremstal ist die Menge um 10 bis 20 % geringer ausgefallen, die Qualität jedoch sehr gut. 15 bis 50 Prozent weniger gabs in der Thermenregion bei guter Qualität. Top sind die Weine aus dem Traisental. Normale Menge gibt’s am Wagram, eine gute Menge ist auch aus dem Weinviertel bekannt.

Ausfälle bis 40 Prozent, im Spitzer Graben sogar bis 90 %, gab‘s in der Wachau. Die Qualität des Weine ist jedoch sehr gut und frischer als der Wein des Jahres 2015. Intensive Aromenausprägung und gute Säurestruktur haben die Weine aus Wien, wo nur geringe Ausfälle gab. Bis zu 50 Prozent waren die Ausfälle um den Neusiedlersee, den Leithaberg und im Mittelburgenland. Bis 80 % weniger gab‘s in der Region Eisenberg. Die Weine sind jedoch superfein, der Blaufränkische top dank des sonnigen Herbstes.

Stark in Mitleidenschaft gezogen wurden die steirischen Weinregionen Vulkanland, Südsteiermark und Weststeiermark. Die Ausfälle lagen bei bis zu 80 Prozent, in der Weststeiermark sogar bis 100 Prozent. Die Qualität des Verbliebenen ist jedoch sehr gut bis top. Der berühmte Schilcher aus 2016 ist Mangelware. Große Ausfälle gab’s auch in Kärnten mit bis zu 75 %, die Qualität des Weines ist durchwachsen.

Die Weine aus den verschiedensten Weinregionen können beim „Weinfinder“ am Schladminger Hauptplatz genossen werden. Das Angebot von Martin Traint ist riesig, seine Präsentation lässt nichts offen.

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